#3446: Groß

PS:
Huch.
Niemand, noch nicht einmal ich, der sich Tag für Tag hinsetzt und zeichnet und scannt, bearbeitet und hochlädt, hätte je in Erwägung gezogen, dass das, was innerhalb der letzten beiden Tage mit dem Comic, der ja üblicherweise kurz nach Mitternacht in Erscheinung treten sollte, um zusammen mit dem Beginn des neuen Tages selbigen ein klitzekleines – oder vielleicht auch größeres – Bisschen zu verschönern, geschah: dass nämlich ihr ehrenwerter Schöpfer, also meine vergessliche Wenigkeit, sich in überbordendem Sicherheitsgefühl suhlte, wissend um die Existenz der Comics auf Papier und – das ist ja für die internettige Betrachtung von allergrößter, ja: essentieller, Bedeutung – in digitaler Form, wissend um die Existenz des Werkes auf fernen Serverrechnern, doch vergessend, dass ein letzter, winziger, veröffentlichender Schritt notwendig ist, um die wordpressige Blogsoftware mit dem irgendwo in den Tiefen der Servers gelagerten Bilddateien zu verknüpfen und somit einen neuen Comicseitenbeitrag zu erstellen, der sich pünktlich um 0.01 Uhr der gesamten digitalen welt, jenseits von Ländergrenzen und Sprachbarrieren, präsentiert und darauf freut, schon jetzt gelesen zu werden, obwohl der Schöpfer selbst bereits schlummernden Geistes in tiefe Kissen, die zugegebenermaßen weder tief noch pluralisiert sind, versunken bunten oder – um sich dem Comic angepasst zu haben- schwarzweißen Träumen hinterherwuselt und keinen Gedanken daran verschwendet, dass er möglicherweise an zwei Tagen hintereinander denselben Fehler beging, dieselbe Nachlässigkeit ausführte, dieselbe Verspätung erwirkte, die ihn nun, wenige Stunden nach dem eigentlichen Veröffentlichungstermin, in nachtdunklen Morgenstunden, zwischen Dusche und Frühstück dazu zwingt, mit zerknirschtem Gesicht und, weil es niemals ausreichend Schlaf zu geben scheint, müden Matschaugen eine herzliche Bitte, fast schon ein Flehen, um Verzeihung zu murmeln, auszuformulieren und unter den rasch, in Windeseile und – in Anbetracht des bereits geschehenen Übels unnötiger – Hektik zugänglich gemachten Comic zu kleben, auf dass der aufrechten Entschuldigung, ein Prozess des Verzeihens seitens der geschätzten Leserschaft folgen möge, auf dass der nächste Tag nicht dieselbe Verfehlung beinhalten werde und auf dass der tägliche Comic in Zukunft wieder zu altbekanntem Veröffentlichungszeitpunkt zurückkehren möge und auch jene erfreuen wird, die bereits wenige Minuten nach Mitternacht voller Ungeduld auf das frisch erschienene, fast noch vor Unberührtheit duftende Neuwerk schauen und mit einem kleinen, aber schönen Schmunzeln in bettige Gefilde wanken möchten:
Tut mir leid.

Heute ist Tag der Schachtelsätze.

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Kommentare

  1. Woodpecker68 ruft: sagt:

    @Meister der Schachtelsätze: ich hab‘ da kein Problem, denn ich schaue erst gegen 07.30 Uhr nach dem fredschen Morgenlächler… :zzz:

  2. derHägar gibt bekannt: sagt:

    Die Entschuldigung, die der Schöpfer sich auf die ausführlichste Weise erbeten, und in geballter Poesie vorgetragen, dabei sicher noch den Schalf aus den Augen reibend und müde vor sich hin fluchend, in die viel zu laut klappernden Tasten geämmert hat, sei ihm hiermit, und das bezeuge ich aus tiefstem Herzen, obwohl auch ich um 6 Uhr meinen frühmorgendlichen Schmunzler vermissend, an meiner Kaffeetasse nippend, enttäuscht zur Arbeit fuhr, gewährt.
    ;)
    Und nen :keks: gibts als Dreingabe.

  3. Pestfloh tut kund: sagt:

    Nur Herr Tur Tur sieht das anders.

  4. Lilis A. gibt bekannt: sagt:

    In meiner kleinen Welt der bescheidenen Annehmlichkeiten und frohlockungen, den aus sowas besteht die Welt, erkenne in eben diesem Verfehlen, vobei es bei weitem keine Verfehlung sondern nur ein Menschliches Ergebnis von Unglücken ist, eine gewisse Ironie. Denn das ausgerechnet der Herr Schöpfer den immer müden Fred um 00:01 aufstehen und munter auf die (Internet)Welt zulässt ist für mich das eigentlich schlimme an dieser Tat und nich das versehentliche zu späte Uploaden und ein damit einhergehendes ausschlafen von Fred und Käfer.

  5. bastian kommentiert: sagt:

    @Lilis A:
    Obgleich Herr fon Flatter üblicherweise recht unfledermausisches Verhalten an den Tag [und an die Nacht, um genau zu sein] legt, indem er sich an Keksen erfreut, hin und wieder technisches Gerät, das eigentlich auch von irgendwoher Strom beziehen müsste, handhabt, Bücher, die von unbekanntem Ursprung sind, liest und – das ist nicht zu vernachlässigen – unsere wundervolle Sprache spricht, ist er, wie der follständige Titel „Fledermaus Fürst Frederick fon lLatter“ besagt, doch eine Fledermaus, und die sind allgemein dafür bekannt, nachtaktiv zu sein [auch wenn ihre Hauptaktivität oft eher in der Dämmerungszeit zu finden ist] – weswegen eine webcomicige Veröffentlichung und das somitige Aufwecken des hoch geschätzten Freds eigentlich keine Unannehmlichkeit für ihn behalten sollte – nicht zuletzt, weil ein unkleiner Teil der Comics Kekse beinhaltet, die früher oder später den Weg in seinen Wuschelbauch finden werden.
    :keks:

  6. ksa quäkt: sagt:

    Tut das dann eigentlich weh, denn ich habe schon mal von Fernweh gehört?
    :):):)
    :stein:

  7. bastian tut kund: sagt:

    @ksa: Was du meinst, ist FauWeh

  8. MiniMisty schmunzelt: sagt:

    geduld ist eine tugend, die nicht allzu schwer fällt … bekanntlich hat morgenstund eh keks im mund – und so
    <3

  9. Yggdrasil behauptet: sagt:

    bastian, wer ist “Fledermaus Fürst Frederick fon lLatter”?
    Denn kenn ich nicht.
    ..
    :|